• Marina Salmhofer

Fastenzeit oder Zeit für Veränderung

Im Suchtberater Lehrgang starteten wir indem wir 24 Stunden auf ein Suchtmittel, welches wir regelmäßig konsumierten, verzichten mussten.

Ziel des Experimentes war es zu sehen, wie schwer es ist mit einem Suchtmittel aufzuhören.

Für mich war es damals der Kaffee. Wer mich kennt, weiß, dass ich am besten eine Kaffeeplantage daheim haben hätte sollen um meinen Konsum finanzieren zu können. Hör auf mit einer Gewohnheit, die du schon so viele Jahre tust und die dich Tag ein Tag aus begleitet. Nein das geht nicht so einfach. Es ist aber leicht gesagt von Außen.

Wie erging es mir nun in den 24h? Ich kaufte vor Beginn des nächsten Tages gleich einmal Pocket Coffee und hoffte, dass die Stunden bald vorbei waren. Vielleicht wäre es einfacher gewesen, aber zu dem Zeitpunkt war ich nicht offen dafür, dass mir jemand sagte was ich zu tun hatte bzw. wollte ich das schon gar nicht annehmen. Wie es auch sovielen in meiner Beratung ging.

Oftmals sind diese Süchte mit so vielen Dingen verbunden. Mit Ritualen, mit Gewohnheit, mit Vertrautheit... Schlussendlich mit so viel. Wie sieht es nun aus? Ich trinke maximal 2-3 Kaffee und oft auch keinen. Aber nichtsdestotrotz habe ich beschlossen mich diesem Experiment wieder zu nähern. Der Lupinenkaffee ist schon parat und ich starte den Versuch. Ich sehe es nun nicht so streng, wenn es vielleicht nicht klappt aber ich bemühe mich. Und nur der Wille zählt. Aus TCM Sicht wird sich auch meine Leber freuen entgiftet zu werden. Der Zucker ist immerhin schon seit Jänner weg. Auf was wirst du verzichten? Es muss ja nicht immer nur Fleisch oder Süßes sein. Wie wäre es mit Handyfasten oder Ärgerfasten? Oder warum fasten? Was ist denn mit etwas Mehr? Mehr Zeit für dich? Mehr Zeit für deine Lieben? Gerne unterstütze ich euch auch persönlich in meiner Praxis bei eurem Vorhaben. Und das wichtigste: macht euch keinen Stress. Stress fördert Stress. Nach 11 Jahren im Suchtbereich sage ich euch eines: Mit und aus Rückfällen kann man lernen und gestärkt rausgehen. Man braucht nur die richtige Unterstützung. Hilfe annehmen ist keine Schwäche. Es ist Stärke. Ich biete euch Unterstützung und begleite euch ganzheitlich durch euer Vorhaben.

Foto:www.sankt-mauritz.com

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